Entdeckungen im Alltag

Leben, Leid

zu egoistisch?

Freunde von uns machen im Moment gerade eine schwere Zeit durch. Hilflos sehen wir zu, wie sie leiden und können doch nicht helfen. Das Schlimme an der Sache ist, dass man nicht weiß, wie es ausgeht. Natürlich reden mein Mann und ich öfter darüber und tragen auch im Gebet das Anliegen vor Gott.

Aber ich merke, wie es mich runterzieht, wenn unsere Gespräche nur noch darum kreisen, wie ich selber einen Knoten im Bauch kriege, das Problem aber damit kein Stückchen ändere.

Ist es zu egoistisch, wenn ich dann sage: „Nun mal Stop! Können wir auch mal wieder über etwas Anderes reden?“ Darf ich/muss ich nicht sogar dafür sorgen, dass es mir gut geht, trotz der Leiden um mich herum?

Offene Fragen – ein Balanceakt.

Ich wünsch mir so sehr Leichtigkeit, Lachen, Unbekümmertheit, Spontaneität in meinem Leben – und es gibt so vieles, was die Lebensfreude zu rauben droht.

Nachdenkliche Samstagabend-Gedanken!

  1. Nein, das ist nicht egoistisch.

    Du musst auch an dein Wohlbefinden denken. Du schließt diese Menschen mit in dein Gebet ein und du würdest helfen, wenn du könntest (kann man aber als Außenstehender in der Regel äußerst selten).

    Es ist keinem damit geholfen, wenn es am Ende allen schlecht geht. Befrei dich ruhig mal guten Gewissens von den Gesprächen und Gedanken. Du vergisst und vernachlässigst sie damit ja nicht.

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