Entdeckungen im Alltag

Leben

Ich darf das!

Wenn wir zusammen Teenkreis haben (wobei ich Mitarbeiter bin, nicht mehr Teenie), kochen und essen wir meist auch zusammen. Das ist sehr beliebt bei den Teens. – Nur danach das leidige Abwaschen und Küche aufräumen nicht. Nun bin ich es ja gewöhnt zuzugreifen und habe getan, was getan werden musste. Die Teenies standen mit in der Küche und haben sich nett unterhalten. Irgendwann wurde es mir zu bunt und ich dachte: „Warum mache ich das hier eigentlich alles alleine?“ Da Rumnörgeln nichts bringt, habe ich konkrete Bitten geäußert: „Kannst du mal bitte die Gläser abtrocknen?“ – „Würdest du bitte den Müll rausschaffen?“ Nun war das Nörgeln auf Seite der Teenies. Ich traute meinen Ohren nicht – und das Beste kam dann: Ein Mädel zeigte mir eine grüne Karte, auf der stand: „Ich darf das!“ (gibt’s übrigens auch als T-Shirt hier)

Obwohl das Ereignis schon etwas länger als eine Woche zurücklegt, denke ich noch öfter drüber nach.

„Ich darf das!“ – Warum sage ich das nicht öfter auch zu mir selbst?

Ich darf – barmherzig mit mir selbst sein.
Ich darf – auch mal fünfe gerade sein lassen.
Ich darf – mal einen ganzen Tag nichts tun oder nur das, worauf ich Lust habe.
Ich darf – andere um Hilfe bitten, wenn mir die Arbeit über den Kopf wächst – oder auch schon etwas eher!

Ich darf das!

  1. Christiane Schmidt

    Hallo,
    das ist ein toller Gedanke „ich darf das“. Am meisten hat mich der letzte Gedanke angesprochen. Ich darf mir helfen lassen – und wirklich nicht erst, wenn mir die Arbeit übern Kopf wächst – sondern früher. Denn es ist bestimmt nicht so gedacht von Gott, dass ich der eine abschuftet und die anderen nur konsumieren. Bleibt Dir immer alle Arbeit bei den Teens? Wenn sie schon in Kücke stehen,ist es doch nicht zuviel verlangt, dass sie auch was tun, oder? Lasse Dich vom Gemecker nicht abhalten, es auch beim nächsten Mal wieder zu versuchen, die Arbeit ein wenig zu verteilen.

    Gottes Segen
    Christiane

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