Gestern im Hauskreis (das ist unser Treffen unter in der Woche, in dem wir über Gott und die Welt und Themen, die uns beschäftigen, reden) las Heiko am Anfang drei Bibelstellen vor – zwei längere und eine kurze:

Alles hat seine Zeit
1 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: 2 Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; 3 töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; 4 weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; 5 Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; 6 suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; 7 zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; 8 lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.

aus Prediger 3 – Lutherbibel 2017

Kauft die Zeit aus!

Epheser 5,16 Lutherbibel 2017

Zuflucht in unserer Vergänglichkeit
1 Ein Gebet des Mose, des Mannes Gottes. Herr, du bist unsre Zuflucht für und für. / 2 Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. 3 Der du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder! 4 Denn tausend Jahre sind vor dir / wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache. 5 Du lässest sie dahinfahren wie einen Strom, / sie sind wie ein Schlaf, wie ein Gras, das am Morgen noch sprosst, 6 das am Morgen blüht und sprosst und des Abends welkt und verdorrt. 7 Das macht dein Zorn, dass wir so vergehen, und dein Grimm, dass wir so plötzlich dahinmüssen. 8 Denn unsre Missetaten stellst du vor dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesicht. 9 Darum fahren alle unsre Tage dahin durch deinen Zorn, wir bringen unsre Jahre zu wie ein Geschwätz. 10 Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon. 11 Wer glaubt’s aber, dass du so sehr zürnest, und wer fürchtet sich vor dir in deinem Grimm? 12 Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. 13 HERR, kehre dich doch endlich wieder zu uns und sei deinen Knechten gnädig! 14 Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang. 15 Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange plagest, nachdem wir so lange Unglück leiden. 16 Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Herrlichkeit ihren Kindern. 17 Und der Herr, unser Gott, sei uns freundlich / und fördere das Werk unsrer Hände bei uns. Ja, das Werk unsrer Hände wollest du fördern!

Psalm 90 Lutherbibel 2017

Dann sollten wir herausbekommen, um welches Thema es in diesen Bibelstellen geht. Was nicht schwer war: Es geht um das Thema „Zeit“.

Folgende drei Fragen führten durch das Gespräch:

  • Was würdest du machen, wenn du wüsstest, dass du nur noch 10 Jahre zu leben hättest?
  • Dann wurde der Zeitabstand immer enger gefasst: nur noch 1 Jahr, einen Monat, einen Tag!
  • Was würdest du nicht mehr machen, wenn du deinen Todestag wüsstest?

Interessant war, wie unterschiedlich die Fragen von verschiedenen Generationen beantwortet wurden. Für Anfang Zwanziger sind 10 Jahre eine unvorstellbar lange Zeitspanne, für Mittfünfziger nicht mehr.

Bevor du jetzt weiterliest, mach eine kurze Pause und beantworte die Fragen für dich…

Meine Antworten lauten ungefähr so:

Ich würde anfangen, meine materiellen Besitztümer zu reduzieren, damit meine Nachfahren nicht so viel Arbeit damit haben.
Ich würde mich nicht mehr so viel ärgern, öfter mal fünfe gerade sein lassen, damit aufhören, mich immer mehr verbessern zu wollen und mich nicht mehr so viel ausschimpfen.

Die Abschlussfrage brachte es auf den Punkt:

Warum beginnst du nicht schon heute damit!?