Als Kind bin ich ab dem 2. Halbjahr der 1. Klasse mit dem Fahrrad zur Schule gefahren. Es waren zwei Kilometer bis in den Nachbarort. Damals wohnte ich noch auf dem flachen Land und das machten alle Schulkinder so, das war nichts Besonderes. Es fuhr zwar auch ein Schulbus, aber mit dem Fahhrad war man schneller wieder zu Hause.

Bild von Ben Kerckx auf Pixabay
(Das bin nicht ich 😉)

Ungefähr um dieselbe Zeit, wenn mein Bruder und ich uns auf den Schulweg machen mussten, begann für meine Mutter die Arbeitszeit. Da wir im gleichen Haus wohnten, wo ihre Arbeitsstelle war, ließ sie es sich nehmen, uns noch „anzuschubsen“, obwohl wir natürlich längst Fahrrad fahren konnten und keine Hilfe mehr brauchten, um in Gang zu kommen. Ich denke, sie wollte uns damit noch ein bisschen mütterliche Liebe mit auf den Weg geben.

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Das bin auch nicht ich – damals gab es ja noch keinen Fahrradhelm.

Heute wünsche ich mir manchmal jemanden, der mir so einen „Anschubser“ gibt. Der mich liebevoll in den Popo tritt, damit ich in Gang komme. Der mir ein bisschen Motivation rüberschiebt, wenn ich mal wieder „Sofamagnetismus“ habe.

Oft hilft mir dabei ein Telefonat mit einer lieben Freundin. Manchmal laufe ich mit Handy in der Hosentasche und Kabel im Ohr in der Wohnung rum und mache meine Hausarbeit. Oder ich überlege mir: Was wäre jetzt der kleinste Schritt, den ich hinkriege und machen kann? Und dann kommt der zweite und dann der dritte.

Beim Fahrrad fahren ist ja eigentlich auch nur das Aufsteigen und Losfahren schwierig und dann rollt’s.

Was habt ihr für Tipps und Tricks, mit denen ihr euch motiviert, um in Gang zu kommen?

Macht ihr zuerst etwas, was euch Spaß macht oder „erst die Arbeit, dann’s Vergnügen“?