So eine lange Blogpause wollte ich gar nicht machen. Und doch sind es jetzt schon 6 (in Worten: sechs!!) Wochen her, seit ich das letzte Mal hier was geschrieben habe.

Zurzeit läuft es bei mir ungefähr so ab: Ich wache auf, muss mir keinen Wecker stellen, denn ich habe (fast) keine Termine – die Welt ist für einen kurzen Moment in Ordnung, bis mir das Wort einfällt, das im Moment in aller Munde ist: CORONA!!!!

Doch darüber möchte ich jetzt keine Abhandlung schreiben.

Ich leide mal mehr, mal weniger unter dem Alleinsein – mit Kater – jetzt, da auch meine Schüler erst mal Pause haben. Manchmal hilft mir der Gedanke, dass es ja vielen anderen gerade auch so geht und ich empfinde so etwas wie Solidarität.

Es kommt vor, dass ich denke: Was soll das alles, was hat es für einen Sinn? Was hat es für einen Sinn, dass ich hier bin, wo ich bin? – Aber es muss ja einen haben, sonst wäre ich nicht hier. Gott wird sich da schon etwas dabei gedacht haben, dass er mich genau hierher gestellt hat.

Meine Kräfte sind begrenzt und doch kann ich (m)einen Beitrag leisten. Ich sehe mich öfter wie einen Tiger – und zwar einen ganz besonderen: einen Ermu-Tiger!! – Kennt ihr nicht? – Das ist jemand, der andere ermutigt, ihnen Mut macht.

Dazu sind wir aufgefordert, das gegenseitig zu tun. Jeder ist mal dran – zu ermutigen und ermutigt zu werden. Ich brauche die anderen genauso wie sie mich. Und da möchte ich gern meinen Beitrag leisten.

Sicher ist es nicht so leicht, die Tage zu gestalten, wenn der von außen bestimmte Rahmen wegfällt und man sich selbst Struktur geben muss. Ich bin viel am stricken (bitte melden, wer noch Socken braucht 🙂 ), lesen, Hörbücher hören, rumdaddeln, auf YouTube versumpfen.

Nach draußen komme ich am ehesten, wenn ich mir vornehme, ein paar schöne Fotos zu machen.

Heute habe ich etwas ausprobiert, was ich schon immer mal (wieder) machen wollte und was mir viel Spaß gemacht hat: ich habe eine Impro mit dem E-Piano aufgenommen… und daraus ein Filmchen gebastelt, das ich mich freue hier präsentieren zu können:

Also: zurücklehnen, entspannen, genießen (Lautsprecher anstellen nicht vergessen!) 🙂

Wie kommt ihr mit dem langsameren Leben klar?

Was tut ihr, um die (freie) Zeit sinnvoll zu nutzen?