Die Digitalisierung und Virtualisierung unserer Welt schreitet immer weiter fort. Während ich mich noch daran erinnere, wie, als ich Jugendliche war, noch längst nicht jeder Haushalt ein Telefon hatte, an Computer etc. gar nicht zu denken, wächst die heutige Generation wie selbstverständlich  mit Handy, Tablet & Co. auf. „Warum googelt du das nicht einfach?“ ist eine häufige Frage. Und ich muss zugeben, ich sitze oft auch mit Tablet oder Handy im Gottesdienst (nicht um zu spielen, nein! J ), sondern weil ich da die Bibel drauf habe und gleichzeitig mitschreiben kann… Man muss mit der Zeit gehen, sonst geht man mit der Zeit!

Andererseits gibt es auch Leute, die wieder auf dem Weg zurück sind: zum Leben ohne elektrische Geräte, die z.B. ihren Kaffee noch oder wieder  von Hand mahlen, die Papier lieben: von Hand einen echten Brief schreiben oder ein echtes Buch lesen…

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Für mich tut sich dieser Zwiespalt besonders dann auf, wenn ich mich zwischen Google- und „richtigem“ Kalender entscheiden muss.

Ich habe, um mir das Für & Wider vor Augen zu führen, mal eine Tabelle gemacht und die Vor- und Nachteile beider Seiten aufgelistet.

Analog (mit Papier & Stift) Digital (am Computer, Tablet, Smartphone)
–            Keine Ablenkungen (schnell mal irgendwo in den Weiten des Internets landen)

–            Ich tue etwas mit den Händen, bin kreativ und meine Rechte Gehirnhälfte wird beansprucht.

–            Ich habe etwas zum Anfassen.

–            Ich bin von leeren oder vollen Akkus unabhängig.

–            Ich muss nicht erst irgendein Programm lernen.

–            Besserer Datenschutz, falls ich den Kalender nicht verliere

–            Beim Papier aufschlagen bin ich (meist) schneller.

–            Ich habe mehr Möglichkeiten,  den Kalender individuell zu gestalten.

–            …

–          Ich kann den Kalender auf mehreren Geräten synchronisieren, was wiederum den Nachteil hat,  dass irgendjemand mitliest.

–          Ich muss nicht soviel Papier mit mir rumschleppen

–          …

 

Ihr merkt schon, und ich habe es auch gemerkt: Mein Herz schlägt mehr für das Anfassbare (obwohl dieser Artikel hier ja auch für das WWW geschrieben wird). Meist fahre ich doppelgleisig, weil ich mich nicht entscheiden kann: Ich male, stempele, schnipsele, klebe in meinem Bujo rum und nutze doch gern auch die Möglichkeit, die Zugverbindung von meiner Bahn-App gleich in den Google-Kalender einzutragen. Ich arbeite mich gern mal in ein neues PC-Programm ein, lerne etwas dazu und bleibe so flexibel und jung 🙂 . Ich liebe es, Tagebuch zu schreiben und nehme in den Urlaub doch nur das Tabbie mit, um Gewicht zu sparen und weil ich, wenn der Zug mal etwas schlingert auf den Gleisen, eher tippen als einen Kuli führen kann.

Für 2019 habe ich mir schon einen neuen, wie ich finde wunderschönen Kalender gekauft.

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Es gäbe noch viele Beispiele, wo das digitale Leben mit dem greifbaren streitet. Manchmal gehen sie auch Hand in Hand.

Wie geht’s dir damit? Bist du mehr mit technischen Geräten oder old school unterwegs? Findest du noch mehr Vor- oder Nachteile der einen und anderen Seite?