Für den Monat Juli habe ich mir vorgenommen, nichts (unnützes) zu kaufen.

Mich beschäftigt der Gedanke schon länger, dass Dinge nicht glücklich machen, dass es sich viel mehr lohnt, in Menschen und Beziehungen zu investieren. Wenn ich etwas über Minimalismus höre oder lese, fühle ich mich davon angezogen und denke: Das will ich auch – natürlich nicht in seiner extremsten Ausprägung. Meine Wohnung darf schon bewohnt aussehen…

Es ist schon eine interessante Erfahrung, wenn ich mir nicht jeden Wunsch sofort erfülle. Aber es bewahrt vor Spontan- und auch etlichen Fehlkäufen. Wenn ich denke: Das möchte ich haben, kommt es erst mal auf die Wunschliste und im August kann ich dann ja gucken, ob ich es immer noch brauche und toll finde.

Ein sehr schöner Effekt des Nicht-Kaufens ist, dass ich wieder kreativer werde und mir Alternativen überlege oder mir einfällt, wie ich es selbst machen kann. Z.B. brauchte vor ein paar Tagen eine Trauerkarte und hab meinen Bastelvorrat genutzt, um sie zu kreieren. Früher in der DDR war es ja auch so, dass es nicht alles gab und wie erfinderisch waren wir damals im Do-it-yourself (damals hieß das noch nicht so 🙂 )!

Hier sind ein paar Fragen, die mir helfen, Entscheidungen für Investitionen zu treffen. Du kannst eine preisliche Grenze festlegen, ab wann du sie dir stellen willst (z.B. 50 €), aber bedenke: Kleinvieh macht auch Mist und oft sind es die Kinkerlitzchen, die das Geld durch die Finger rinnen lassen.

  • Was bringt’s? Was fließt mir dabei an Nutzen zu?
  • Womit tue ich das bisher?
  • Wie oft wird es genutzt?
  • Könnte ich es leihen?
  • Gäbe es eine DIY-Alternative? (Do it yourself – Mach es selbst!)
  • Brauche ich es jetzt sofort?
  • Kann ich es gebraucht kaufen?
  • Kommen damit laufenden Kosten auf mich zu?
  • Wie ist die voraussichtliche Preisentwicklung?