taubenDas war die „Dienstanweisung“ für die Tauben, die im Märchen Aschenputtel geholfen haben, Linsen auszulesen.

Wenn ich eine Taube gewesen wäre, hätte ich es sicher genau andersherum gemacht: Die guten hätte ich für mich behalten und die schlechten in den Müll geworfen.

Aber mache ich es im Leben nicht oft so, dass ich mich mehr über Dinge aufrege, die nicht so gut laufen und die guten Sachen dabei vergesse?

Neulich hatte ich mit Leuten zu tun, die ein bisschen schwierig sind. Hinterher lag ein richtiger Druck auf mir. Mein „Autopilot“ hatte die Dinge abgespeichert, die mich belasteten. Im Rückblick habe ich mir noch mal vor Augen geführt, was schön war an der Begegnung und siehe da: solche Dinge gab es tatsächlich, ich musste sie mir nur vor Augen führen. Plötzlich erschien die gemeinsame Zeit in einem anderen Licht.

Wenn zwei Menschen die gleichen Sachen erleben, kann das, was sie darüber berichten, ganz unterschiedlich ausfallen, je nachdem, worauf sie ihren Fokus richten.

Ich möchte mehr und mehr lernen, schöne Augenblicke zu sammeln und diese im Gedächtnis zu behalten. Das, was belastend ist, will ich „in die Tonne“ werfen.