messerIch habe ein gutes Küchenmesser – natürlich nicht nur eins, aber eben eins, das sehr gut schneidet. Und ich habe ein sehr gutes Küchenmesser in ähnlicher Größe. Ich habe es mal von einem Vertreter für Fleischerein geschenkt bekommen. Das ist ein ganz anderes Arbeiten. Und was mache ich? Meistens nehme ich das gute Küchenmesser. Das beste muss man ja schonen, damit…? Ja, warum eigentlich? Damit es in der Schublade liegt? Weil es noch lange halten soll? Weil es das andere ja auch tut?

Ich denke, es ist die Frage, was ich mir wert bin. Gebe ich mich mit dem zweitbesten zufrieden? Darf ich die sehr guten, wunderschönen Sachen nicht benutzen, weil sie dann ja nicht mehr schön sind?

Früher gab es die Sonntags- und die Alltagskleidung. Das ist heute meist nicht mehr so. Aber kann ich mir nicht auch den Alltag schön machen, indem ich das genieße, was ich habe (und nicht im Schrank oder im Schubfach liegen lasse und vergesse, dass ich es überhaupt habe)?

mal eine Nenntante (es war keine richtige, wir haben sie nur so genannt), die hat uns in den Ferien öfter besucht, wenn meine Mutter auf Arbeit gehen musste. Und die hat sich immer das schöne Geschirr aus dem Schrank geholt, wenn sie eine Tasse Tee trinken wollte. Das fand ich damals bemerkenswert und diese Art zu leben möchte ich mir mehr und mehr aneignen.

Lasst uns das Leben feiern – und jeden Tag ein bisschen Sonntag haben! Die besten Dinge, das sind die, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern und unser Herz ein bisschen hüpfen lassen.