lackMein Klavier hat beim Umzug ziemlich gelitten: Wir mussten die Räder abschrauben, weil diese die Treppe zerkratzt haben und der Lack hat auch Schäden abbekommen. An der Vorderseite, wo man es sieht.

Heute war der Klavierstimmer da und so konnte ich einen Fachmann fragen, ob es sich lohnt, dass noch zu reparieren. Er sagte nein, damit müsste ich leben. Kann ich ja auch, denn dem Klang schadet es nichts.

Aber es sind halt Spuren, die nicht mehr weggehen…

Es hat mich ins Nachdenken gebracht:

Das Leben hinterlässt auch Spuren an uns, oft sogar Kratzer und manchmal auch richtige Schäden. Bei manchen Leuten sieht man das, bei den meisten nicht. Man sagt: Die Zeit heilt alle Wunden, aber das stimmt auch nicht immer.

Ich kenne jemanden, der sich mit Wunden wirklich auskennt, denn er hatte selbst welche: Jesus, der Mann, der unsere Wunden getragen hat und heilen will. [Die Bibel in Jesaja 53 Vers 5] Ich hab das selbst erlebt. Ohne ihn wäre ich jetzt (meine Trennung ist fast ein Jahr her) nicht da, wo ich bin.

Und übrigens, wie beim Klavier kommt es auch bei Menschen nicht auf den Lack, sondern auf den Klang an. Nicht, wie es von außen aussieht, sondern darauf, was von innen rauskommt.