Und wieder einmal: Wie aus dem Hinterhalt überfällt mich die Lustlusigkeit. Draußen lacht die Sonne – aber ich habe keine Lust rauszugehen. Ich müsste noch Klavier üben, übermorgen habe ich bei einem Frauenfrühstückstreffen zu klimpern – aber ich kann mich nicht aufraffen. Ich würde gern noch paar Noten schreiben (komponieren) – aber ich habe keinen Nerv dazu.

Gerade noch schaffe ich es, in Papas Arme zu laufen (andere nennen es mit Gott reden oder beten) und ihm den ganzen Schlamassel zu erzählen. Dabei werde ich ruhig und es ist, als wenn er zu mir sagt (ja, ich glaube wirklich, dass Gott redet und ich es hören kann – natürlich nicht akustisch):

herbst„Ärgere dich nicht über dich. Ärgere dich über den, der jetzt in der Ecke steht und grinst, weil er es wieder mal geschafft hat, dich deiner Freude und Möglichkeiten zu berauben.“

„Du musst gar nichts. Du darfst frei entscheiden, was du tun möchtest.“

Und da habe ich der alten Stinkebacke eine lange Nase gemacht, eine halbe Stunde Klavier geübt – die Musik brachte auch mein Herz wieder zum Klingen und dann bin ich noch eine Runde draußen gewesen und hab paar Bilder eingesammelt – ein paar sind auch im Fotoapparat hängen geblieben. 🙂

Mehr zu diesem Thema in der Bibel:

Johannes 10, 10a; Johannes 8,32; Johannes 10,27