Gestern war ich beim Zahnarzt und bekam keine guten Nachrichten: ein Zahn bekommt eine Krone und ein anderer wird es, wenn ich Glück habe, noch bis zur Krone schaffen, sonst: hopp & ex!!

Meine Zähne!! Das ist für mich wirklich das Schlimmste. Ich kam nach Hause, hab mächtig viel Wasser gelassen – aus den Augen – und die Welt drohte unterzugehen. Liebe Menschen haben mich getröstet – und es ging dann auch wieder.

Und dann fiel mir die Geschichte von einer Frau – Anja Bielenberg – ein, die bei ProChrist interviewt worden ist, die seit ihrem 16. Lebenjahr ohne Beine leben muss, und die sagte: „Was sind denn ein Paar Beine? Meine Beine sind nicht meine Identität!“ (Hier könnt ihr dieses Interview anhören – ab 26:54 min)

Oder ich dachte an einen Mann der Bibel – Paulus – der sich auch auskennt mit „richtigem“ Leid (und nicht nur Zahnschmerzen) und der schreibt:

Ich bin überzeugt:
Das Leid, das wir gegenwärtig erleben,
steht in keinem Verhältnis
zu der Herrlichkeit, die uns erwartet –
und die Gott an uns offenbar machen will.

Römer 8, 18 –
BASISBIBEL

Ich hab mein Zähneleid auch vor Jesus ausgeschüttet. „Zufällig“ war in meinem Bibelleseplan Ps. 102 dran. Ich las da in Vers 5: „Ich mag nicht einmal mehr etwas essen.“ und dachte: „Woher weiß Jesus jetzt, dass ich gerade auch überhaupt keinen Appetit habe?“ Dann fiel mir ein, dass ich es als Kind schon schlimm fand, immer allein zum Zahnarzt gehen zu müssen, Schmerzen und Angst zu haben, sich ausgeliefert und hilfos zu fühlen. Und dann sagte Jesus zu mir: „Du brauchst nie wieder allein zum Zahnarzt zu gehen. Das nächste Mal komme ich mit.“ Das hat mich unheimlich getröstet.

Jesus selbst ist der, der sich mit Schmerz und Leid am allerbesten auskennt. Heute feiern wir Karfreitag. Ich möchte euch ein Lied mitgeben, von Jesus, dem Schmerzensmann.

 

 

Einen gesegneten stillen Tag!