Am Sonntag habe ich mich beim Klettern verletzt. Ich bin abgerutscht und obwohl ich am Seil gesichert war, verkehrt mit dem Fuß aufgekommen und hab ihn mir dabei mächtig überdehnt. Gebrochen ist nichts, das hat die Chirurgin, bei der ich am nächsten Tag war, festgestellt. Aber die Schwellung durch den Bluterguss fand sie schon bedeutend. Sie hat mir Krücken (bzw. Gehstützen, wie es vornehm heißt) mitgegeben, ein Rezept für Schmerztabletten und gezeigt, worauf ich beim Verband achten muss.

Nun geht also alles etwas – sehr viel – langsamer. Ich schone mich, soweit es geht, wobei ich mich in der Wohnung schon wieder ganz gut fortbewegen kann. Aber die Waschküche, Keller und Briefkasten sind immer noch ein „Ausflug“.

Dass nichts Schlimmeres passiert ist,
dass ich weniger machen muss und trotzdem zufrieden sein kann,
dass die Schmerzen schon weniger werden,
dass ich einen lieben Mann habe, den ich um Hilfe bitten kann,
dass die Sonne auf den Balkon scheint und ich mich in meinen Sitz hängen und Licht und Luft tanken kann,
dass es Kühlakkus, Schmerztabletten und Anit-Thrombose-Spritzen gibt,
dass Klavier und Gitarre unterrichten eine sitzende Tätigkeit ist, die ich trotzdem machen kann, weil meine Schüler zu mir kommen,
… und wenn ich noch eine Weile überlegen würde, würde mir noch mehr einfallen…
→ dafür bin ich dankbar!

Und dafür, dass ich all das Gute sehen und wahrnehmen kann, auch 🙂