Als die Kinder meiner Freundin noch klein waren und etwas Süßes haben wollten, zeigten sie darauf – sprechen konnten sie ja noch nicht – und bekamen die Antwort: „Eine – eine!“ D.h. also: „Ein Stück kannst du haben.“ Als die dann anfingen, selber zu reden, hießen die Süßigkeiten „Eine“ und wenn sie etwas haben wollten, kam der Ausruf: „Eine – eine!“

Eine Süßigkeit am Tag, so mache ich es seit ein paar Wochen auch – und fahre gut damit. Am besten gleich als Nachtisch nach dem Mittag. So ist Süßes nicht tabu – aber nicht zu jeder Zeit und nicht in beliebiger Menge.

„Meine“ Süßigkeiten kommen in mein (Schreibtischschub-)Fach, da geht kein anderer ran und ich muss nicht nicht beeilen, um schneller zu sein als eventuelle Mitesser.

Eine – für’s neue Jahr kamen mir da noch ein paar Ideen:

Ein Teil pro Tag will ich aussortieren, wegschmeißen, verkaufen, verschenken oder anderweitig entsorgen. Sich von etwas zu trennen, was man nicht mehr braucht ist unheimlich erleichternd und entlastend. Vor kurzem habe ich damit angefangen und es macht richtig Spaß.

Ein Foto pro Tag – etwas, was mich berührt, erfreut, inspiriert, begeistert. Die Idee dazu stammt aus diesem Heft. Bin gespannt, ob ich das durchhalte.

Eine Karte pro Woche – jemandem schreiben, den es freut, der er braucht, der schon lange nichts mehr von mir gehört hat oder den ich einfach mal fragen möchte: Wie geht es dir? Ich hab mir selbst einen wunderschönen Postkartenkalender geschenkt und die Karten sind ja auch zu schade zum Abstapeln, sondern wollen unters Volk.

Am liebsten würde ich ja auch jeden Tag einen Blogartikel schreiben, aber ich glaube, das ist illusorisch. So (hyper-)kreativ bin ich doch nicht. Obwohl?