Am Mittwoch voriger Woche – am Aschermittwoch – begann die Fastenzeit. Ich wollte sie dieses Jahr wieder bewusst begehen und bestellte mir von Andere Zeiten die Fastenbriefe. Da wusste ich allerdings noch nicht, worauf ich verzichten will. Eine Woche vor Beginn der sieben Wochen bekam ich eine Broschüre zum Thema „Fasten“ und damit auch den Impuls für mich, dass ich u.a. auf Kaffee verzichten will. Ich stieg also auf Malzkaffee mit 2 Teelöffeln Cappuccino um (ganz auf süß wollte ich nicht verzichten). Am Anfang hatte ich ganz schön zu kämpfen und meine Stimmung sank ziemlich in den Keller.

Die Sonntage sind ja Ausnahme vom Fasten, so trank ich gestern Früh eine Tasse Kaffee und merkte, wie es mir stimmungsmäßig entschieden besser ging. Es konnte nur am Kaffee gelegen haben. Also habe ich mir überlegt, ob es den Preis wirklich wert ist: nur um sagen zu können: „Ich faste“ und dass es mir dabei nicht gut geht.

Ich hab mir eingestanden, dass ich mir die Latte zu hoch gelegt habe – so hoch, dass ich locker unten durch gehen konnte :). Ich kann sagen: „Ich hab mich überschätzt!“ und Gott liebt mich trotzdem :). Vor ihm muss ich sowieso keine, auch keine fromme Leistung bringen.