Ja, unser Weihnachtsfest verlief dieses Jahr ganz anders als geplant – spannend und turbulent.

Am 23.12. musste unsere Tochter ungeplant und schnell ins Krankenhaus, es ging ihr wirklich nicht gut. Deswegen durfte sie auch am Heiligabend nicht nach Hause und wir nahmen die Geschenke mit ins Krankenhaus und feierten dort Weihnachten. Samstag Früh musste sie dann noch in den OP und mein Mann und ich waren froh, dass wir im Aufwachraum bei ihr sein konnten. Danach ging es ihr aber zunehmend besser und heute durften wir sie wieder mit nach Hause nehmen. Sie ist zwar noch ziemlich wacklig auf den Beinen – aber in ihrem Bett ist sie recht zufrieden. Zu Hause wird sie sich sicher auch bald wieder erholen.

Dass mein Kind wieder da ist, dass das Schlimmste überstanden ist und dass es wieder aufwärts geht, das ist für mich das schönste Weihnachtsgeschenk.

Ich bin froh, dass mein Mann keine Angst vor tief-winterlichen Autofahrten hat. Am Samstagmorgen mussten wir uns durch knapp 20 cm Neuschnee wühlen, weil in unserer Straße noch kein Räumfahrzeug gefahren war. Es war echt grenzwertig, ging nur mit vor- und zurückfahren, Schwung nehmen und dann durch… bis wir auf der Hauptstraße waren, dann ging es besser.

Und außerdem musste ich an das 1. Weihnachten denken, als Maria ihr Kind in einem Stall zur Welt brachte. Das war sicher auch nicht so idyllisch und wahrscheinlich hatte sie es sich anders vorgestellt.

In allem, was in den vergangenen Tagen anders lief als geplant, habe ich doch Gottes Nähe und sein Hindurchtragen erlebt. Trotz Ängsten und Sorgen habe ich auch tiefen Frieden und am Ende ganz viel Dankbarkeit empfunden.

Meine Tochter genießt es, wieder zu Hause zu sein und lässt sich auch ein bisschen verwöhnen – und ich tue es gerne! Sagt sie doch vorhin zu mir: „Auf Station waren zwei Schwestern für alle Patienten und hier habe ich zwei Pfleger für mich allein, die sich um mich kümmern.“  🙂