Gestern hatte ich ein kleines Computer-Problem – aber doch groß genug, dass ich es nicht allein lösen konnte. Das Anti-Viren-Programm lief nicht richtig und ohne bzw. mit nicht geupdatetem (scheußliches Wort) wollte ich auch nicht ins Netz gehen. So rief ich das Büro-Zentrum an, wo die freundlichen Service-Techniker sitzen, die sich auskennen und bekam auch gleich einen Termin, dass ich ihn bringen kann. Heute konnte ich ihn auch schon wieder holen. Es geht wieder.

Allerdings konnte ich mir nicht verkneifen, mich gegenüber meinem Mann zu beschweren, dass ich mich immer um den Computer kümmern muss. Woanders ist so was Männer-Aufgabe. Da sagte er mir: „Du bist bei uns der Computerexperte.“ Er hat auf Arbeit genug am PC zu tun und möchte, dass er sich nach Feierabend nicht auch noch um so etwas kümmern muss. Es ist nicht so sein Ding. – Aha, na gut, dass ich’s gesagt bekommen habe. Es gibt halt unterschiedliche Rollenverteilungen.

Mein Mann erzählte mir noch, dass seine Kollegin, die Buchhalterin der Firma, sich zu Hause nicht um die Finanzen kümmert, sondern gern von ihrem Mann das Geld in Empfang nimmt, das sie ausgeben darf. Dafür besorgt sie Baustoffe, wenn das nötig ist. Das ist das, was ihr Mann sonst beruflich macht.