Pünktlich zum Beginn meines Strohwitwendaseins kommt der Frühling! Gott meint es doch gut mit mir. Die erste Mittagspause, zu der mein Mann nicht zum Essen erschien, habe ich für einen Fotospaziergang genutzt und ein bisschen Frühling eingefangen:

krokusse

weidenkaetzchen

knospen

Die Knospen werden bald aufbrechen. Es herrscht sozusagen Aufbruchstimmung in der Natur.

So eine ähnliche Stimmung herrscht derzeit auch bei mir. Meine Zeit ohne Mann will ich bewusst nutzen und schauen, wo vielleicht etwas Neues beginnen kann. Ich habe die Chance, aus der Routine auszubrechen, Wagnisse einzugehen und ein Stück zu wachsen. Nicht nur, dass ich jetzt auch die Arbeiten erledigen muss, die sonst mein Mann gemacht hat (am 1. Tag habe ich gleich den Balkon frühlingsfein gemacht: Tische und Stühle vom Boden und Keller geholt usw.), auch neue Herausforderungen warten auf mich:

Am Wochenende werde ich meinen Bewegungsradius erweitern. Ich fahre zum Schulungswochenende für Gemeidemusiker nach Wiedenest. 400 km sind ungefähr das Doppelte von dem, was ich bisher allein bewältigt habe. Wenn ich das hier schreibe, merke ich, dass ich schwitzige Hände kriege und mein Herz klopft. Aber ich werde es schaffen – mit Gottes Bewahrung. Und dass mein Mann es mir zutraut, gibt mir zusätzlich Kraft.

Und auf die Schulung selbst freue ich mich riesig 🙂

Ich fühle mich so wie dieses Pflänzchen, das wieder ein kleines Stückchen wächst:

keim