Als Christ soll man… Als Christ darf man nicht… – Für viele ist das das Bild, das sie vom Glauben haben: Regeln einhalten, brav sein…

Nein, ich muss nicht!

Ich muss nichts tun, damit Gott mich mehr liebt und ich kann auch nichts tun, damit er mich weniger liebt. Ich muss mich nicht bemühen, gut zu sein. Ich muss nicht die Erwartungen anderer erfüllen. Ich muss nicht Bibel lesen, beten, Opfer bringen. Ich muss nicht!

Gott hat alles getan, was mich in seinen Augen gerecht und frei von Schuld und Scham macht: Er hat Jesus geopfert, sein Liebstes! Damit hat er bewiesen, wie groß seine Liebe zu mir ist. Ohne dass ich etwas dazu getan habe, bin ich Gottes geliebtes Kind!

Aber muss ich mich jetzt nicht doch bemühen, so zu leben, dass sich Gott darüber freut?

Nein, er legt mir keine Lasten auf. Er schenkt mir die Freiheit, in seiner Liebe zu leben. Er will durch mich handeln. Ich muss es nicht aus eigener Kraft schaffen.

Gerade das „Stille Zeit machen“ habe ich oft als Druck empfunden. Aber ich muss es nicht tun, um vor Gott gut dazustehn. Ich darf es einfach genießen, mit dem Vater Gemeinschaft zu haben – und das kann auch bei einer Tasse Kaffee sein. Aufs Bibellesen werde ich natürlich nicht verzichten, aber nicht weil ich es muss und weil Gott mir vielleicht sonst böse ist, wenn ich es einen Tag nicht tue oder der Tag dann sowieso schiefgehen wird.

Ich werde es tun, weil ich nicht mehr darauf verzichten möchte, nachdem ich einmal auf den Geschmack gekommen bin.