Am Wochenende musste ich ja, wie bereits geschrieben, auf zwei Hochzeiten Geburtstagen tanzen. Und es lagen über 200 km dazwischen. Als wir Sonntagvormittag bei meinen Bruder losfuhren, sagte ich zu meiner Tochter: „Jetzt müsste man eigentlich beamen können. – Einmal mit dem Finger schnipsen und wupps, wir sind zu Hauses!“ Aber als wir dann unterwegs waren, war ich dankbar für die „Zwischenzeit“. Sie half mir, meinen Kopf wieder etwas freier zu kriegen und mich auf das, was auf mich zukommt, einzustellen. Ich mochte auch erst gar nicht mit meinem Mädel reden, denn die letzten 24 h hatte ich (abzüglich einiger schlecht durchschlafener Stunden) fast ununterbrochen kommuniziert. – „Shut up!“ – Sie versteht das, und wenn ich es freundlich sage, ist sie nicht mal böse.

Ortswechsel, Zwischenzeiten. Ich denke, Gott hat sich etwas dabei gedacht, dass wir als Menschen nicht überall gleichzeitig sein können, dass wir an Raum und Zeit gebunden sind. Als „Abnehmender“ versuche ich zurzeit auch, mein Bewegungskonto zu erhöhen und lege kurze Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurück. Gerade beim fußgängern, habe ich gemerkt, kann man wunderbar Gedanken sortieren. Die Bewegung tut nicht nur dem Körper gut.