als das Leben vor dem PC.

Gestern bin ich hier vor diesem Gerät total versumpft 😐 . Ich habe zwar meine Hausarbeit gemacht und zu Essen gab es auch etwas, aber in der Zwischenzeit zog es mich immer wieder vor den Bildschirm. Die Augen waren schon viereckig, der Nacken und der Kopf schmerzten, aber ich fand den Aus-Knopf nicht…

Aus diesem Grund habe ich mir doch etwas Verzichtendes für die Fastenzeit vorgenommen:

Ich will meine Computerzeit auf 2 h am Tag begrenzen und nicht öfter als 3 Mal rangehen!! So!

Warum tue ich mir das an? Warum ist es sinnvoll, auf etwas Schönes (?) zu verzichten? Dafür gibt es sicher mehrere Gründe. Folgende sind mir beim Nachdenken darüber eingefallen:

  • Verzicht befreit. Ich bin nicht abhängig von den Dingen, auf die ich verzichten kann.
  • Verzicht ist ein Zeichen dafür, dass ich gegen den Strom schwimmen kann. In der heutigen Zeit gilt die Devise: Immer mehr, immer besser schneller – und keiner will auf die Befriedigung seiner Bedürfnisse lange warten. Genuss um jeden Preis und sofort.
  • Verzicht ist manchmal überlebensnotwendig, z.B. für den trockenen Alkoholiker, damit er nicht an seiner Sucht zugrunde geht. (Gilt das auch für Computersucht?)
  • Verzicht kann anderen dienen, wenn die Dinge, auf die ich verzichte, anderen zugute kommen, indem ich z.B. etwas einspare und dann anderen spende oder wenn die Zeit, die ich nicht am PC verbringe und die ich dann mehr mit meiner Familie und Freunden verbringe.

In jedem Fall sollte ich beim Verzichten keine griesgrämige Miene aufsetzen, denn ich will mir ja nicht wehtun oder schaden. Und für meine Umgebung wäre das auch kein schöner Anblick 🙂

Wenn ihr fastet, dann setzt keine Leidensmiene auf wie die Scheinheiligen. Sie machen ein saures Gesicht, damit alle Welt merkt, dass sie fasten. Ich versichere euch: Sie haben ihren Lohn schon kassiert. Wenn du fasten willst, dann wasche dein Gesicht und kämme dich, damit niemand es merkt als nur dein Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen.

Matthäus 6 Vers 16 – 18