Am Samstag hatten wir ein Frauenfrühstück, wo es ein interessantes Referat zu diesem Thema zu hören gab.

Wir Frauen sind ja oft sehr harmoniebedürftig, fürsorglich… und möchten gern, dass die Menschen um uns herum glücklich und zufrieden sind. Dafür tun wir alles – und gehen oft an unsere Grenzen oder sogar darüber hinaus. Dabei ist es eine grenzenlose Überforderung, denn „allen Menschen Recht getan ist eine Kunst, die niemand kann“.

Irmhild Enners, die Referentin, die 20 Jahre als Missionarin in Tansania in einem Waisenhaus gearbeitet hat, hat das erlebt und berichtete davon, wie sie auch an ihre Grenzen gestoßen ist.

Für viele Christen ist oft Gott auch noch so eine Person, die Forderungen stellt: Du sollst dies, du darfst das nicht. Kein Wunder, dass man mit so einem Gott nichts zu tun haben möchte. Dabei ist es eigentlich anders herum: Wir haben in uns einen Liebestank und Gott möchte ihn füllen. Er will uns beschenken mit dem, was wir brauchen und dann auch an andere weitergeben können.

„Du kannst es nicht allen Recht machen.“ Es ist nicht nur unmöglich, es sogar für andere ungünstig, wenn ich versuche, ihnen die Dinge abzunehmen, für die sie selber Verantwortung tragen. – Also: „Du darfst es nicht allen Recht machen!“ Und du musst es auch nicht.

Nur Gott kann alle Bedürfnisse erfüllen. Wenn ich es versuchen würde, würde ich Gott spielen wollen. Das ist nicht meine Aufgabe. So wie Gott für mich sorgt, sorgt er auch für die anderen. Nicht alle wollen immer nur was von mir, sondern leben auch in Beziehungen, in denen sie füreinander Verantwortung tragen. Ich muss/kann/darf und will es auch nicht allen Recht machen.