Zurück zu den Wurzeln!

Meine Mutter hatte freitags immer ihren Putztag – oder Saubermachtag, wie die Preußen sagen. Ich musste als Kind schon mit ran (habe beim Staubwischen im Wohnzimmer immer Stunden gebraucht, weil die Bücher im Regal sooo verführerisch waren – bis meine Mutter dann irgendwann gucken kam, wo ich geblieben war).

Eigentlich fand ich das nicht so toll, dass ich freitags immer mit putzen musste. So habe ich in meinem eigenen Haushalt einige Varianten ausprobiert: an einem anderen Tag oder jeden Tag ein bisschen putzen. Eine Zeit lang war ich sogar mal bei Casa blitzblanca, wo man jeden Tag Aufgaben bekommt, was man putzen soll. Aber inzwischen ist wieder Freitag mein Putztag. Lieber einmal die Woche richtig putzen als stets und ständig. Einige Extra-Aktionen müssen natürlich trotzdem sein und die liegen dann meist außer Freitag.

Ob das am Älterwerden liegt, dass man manches doch wieder so macht wie seine Eltern?

Ich mag es, wenn jeder Tag in der Woche einen etwas anderen Charakter hat. Angeregt hat mich dazu das Buch „Swing – lebe im Rhythmus der Schöfpung“ von Kerstin Hack. Hier gibt’s eine kurze Zusammenfassung von dem Inhalt des Buches. Zum Beispiel nehme ich mir für Montag oft etwas Kreatives vor und habe so einen Grund, mich auf den Wochenanfang zu freuen. In dem Buch steht zwar nicht, dass man freitags putzen soll, aber für mich hat das doch etwas mit Rhythmus zu tun.