Wenn wir zusammen Teenkreis haben (wobei ich Mitarbeiter bin, nicht mehr Teenie), kochen und essen wir meist auch zusammen. Das ist sehr beliebt bei den Teens. – Nur danach das leidige Abwaschen und Küche aufräumen nicht. Nun bin ich es ja gewöhnt zuzugreifen und habe getan, was getan werden musste. Die Teenies standen mit in der Küche und haben sich nett unterhalten. Irgendwann wurde es mir zu bunt und ich dachte: „Warum mache ich das hier eigentlich alles alleine?“ Da Rumnörgeln nichts bringt, habe ich konkrete Bitten geäußert: „Kannst du mal bitte die Gläser abtrocknen?“ – „Würdest du bitte den Müll rausschaffen?“ Nun war das Nörgeln auf Seite der Teenies. Ich traute meinen Ohren nicht – und das Beste kam dann: Ein Mädel zeigte mir eine grüne Karte, auf der stand: „Ich darf das!“ (gibt’s übrigens auch als T-Shirt hier)

Obwohl das Ereignis schon etwas länger als eine Woche zurücklegt, denke ich noch öfter drüber nach.

„Ich darf das!“ – Warum sage ich das nicht öfter auch zu mir selbst?

Ich darf – barmherzig mit mir selbst sein.
Ich darf – auch mal fünfe gerade sein lassen.
Ich darf – mal einen ganzen Tag nichts tun oder nur das, worauf ich Lust habe.
Ich darf – andere um Hilfe bitten, wenn mir die Arbeit über den Kopf wächst – oder auch schon etwas eher!

Ich darf das!