Die Tage in Wiedenest waren sehr reich an Eindrücken und Impulsen. Aber der Anspruch der Referate hat mich fast überfordert – jedenfalls habe ich mich so gefühlt. Wie soll man denn das alles schaffen? Als Gemeinde den Menschen um uns herum dienen. Wir haben doch so wenig Mitarbeiter und schaffen es gerade so, das normale Programm am Laufen zu halten. Noch mehr geht doch gar nicht.
So schnell bin ich entmutigt und sehe auf meine schwachen Kräfte und denke: Das geht doch gar nicht.
Man müsste einfach mal träumen können ohne auf die innere Stimme, die das behauptet, zu hören.

Den folgenden Text (zum Träumen) habe ich unter www.libertas-online.de gefunden:

Ich träume von einer Gemeinde…

(Nach einem Text von Paul Beasley-Murray; der Text ändert sich von Zeit zu Zeit…)

Ich träume von einer befreiten Gemeinde,
befreit von Selbstsüchtigkeit und Stolz,
befreit von devotem Duckmäusertum,
befreit von unguten Abhängigkeiten,
befreit von falschen Idealen und irregeleitetem Streben,
befreit von blindem Festhalten an der Tradition,
befreit von Engstirnigkeit und falscher Intoleranz,
befreit zur Nachsicht und Sanftmut Jesu, befreit zur Freiheit der Kinder Gottes,
befreit von Täuschung und Falschheit, befreit zur Klarheit und Wahrheit,
befreit von Herzenshärte und Herzenskälte, befreit zur Liebe und zum Mut.

Ich träume von einer liebenden Gemeinde,
in der man die Liebe Gottes erfahren hat und erfahren kann,
in der man sich von der Liebe Gottes immer wieder anstecken lässt,
in der man sich von der Liebe Gottes immer wieder in Bewegung setzen lässt, [weiterlesen]

Aus dem Abschlussreferat von Ulrich Neuenhausen sind mir zwei Sätze hängengeblieben:
Gott möchte zuverlässige Verschwender!
Zuverlässigkeit im Reich Gottes heißt, die Gaben, die Gott gibt, verschwenderisch weiterzugeben!